Vier Tipps für eine erfolgreiche Bandprobe

Jeder Musiker kennt das: Der nächste Auftritt steht an und neue Songs müssen einstudiert werden. Alte Nummern brauchen Auffrischung. Jeder will und muss abliefern. Und das alles unter Zeitdruck. Wie behält man da wohl noch den Spaß an der Sache?

Bei Bandproben sind viele Dinge zu beachten. Sie sind bei kleineren Projekten meist Treffen unter Freunden. Erst ein Bier und man redet ausführlich über die vergangene Woche. Dann geht es an die Instrumente und einfach drauf los. Aber der nächste Auftritt rückt schnell näher. Oder noch besser: Das bezahlte Tonstudio ist für den nächsten Tag gebucht. Die neuen Songs funktionieren noch nicht richtig. Die Band wird unsicher und ist gestresst. Panik kommt auf.

Hier vier kleine Tipps, wie Ihr Eure Probenarbeit effektiver gestalten könnt, ohne dabei den Spaß zu verlieren.

1. Die Probe gut vorbereiten

Eine gute Vorbereitung ist immer Kern der erfolgreichen Probe. Sie beginnt bereits am Ende des letzten Zusammenseins. Einigt Euch darüber, was bei der nächsten Probe entstehen oder geschehen soll? Legt fest, an welchen Songs oder Ideen das nächste Mal gearbeitet werden soll. Macht Euch Notizen bei jeder Probe, auch damit keine Missverständnisse entstehen können.

Ideen für neue Songs, Riffs oder auch Texte entstehen aber oft zwischen den Probeterminen. Unterbreitet in diesem Falle konkrete Vorschläge, wann und wie diese Ideen umgesetzt werden sollen. So gut wie sie auch sind, kein Bandmitglied kann etwas mit Ideen anfangen, die in aller Eile kurz vor der Probe per Mail geschickt wurden.

Seid geduldig! Gebt Eure neuen Ideen auch gern erst am Ende einer Probe bekannt und plant dann gemeinsam deren Umsetzung für das nächste Treffen. Sonst wird es wohl eher wieder chaotisch.

2. Nehmt Euch Zeit

Probezeiten sind in der Regel knapp bemessen und somit wertvoll. Es kann also vorkommen, dass Ihr nur für 2 bis 4 Stunden in der Woche gemeinsame Zeit findet. Daher ist es wichtig, dass diese Zeit auch optimal für Euer Projekt genutzt wird. Doch nehmt Euch auch nicht zu viel vor, Stress und Druck lassen die Kreativität verfliegen. Die Probe gerät inhaltlich ins Stocken. Nehmt euch also immer viel Zeit für die einzelnen Vorhaben und gönnt Euch auch Pausen. Je mehr Zeit Ihr habt, desto erfolgreicher werdet Ihr die geplanten Aufgaben auch erfüllen. Jede nicht gelöste oder auch verschobene Aufgabe bedeutet Misserfolg und sorgt für Stress und schlechtes Klima.

3. Neue Ideen nicht aufgeben und möglichst als Aufnahme speichern

Der Gitarrist präsentiert bei der Probe stolz seine neueste Kreation. Euch gefällt die Idee. Und schon beginnt die Jam-Session. Am Ende kommt sogar eine Song-Idee heraus. Aber irgendwie passt sie noch nicht ganz. Schnell wendet man sich wieder anderen Dingen zu und die Idee gerät in Vergessenheit.Es ist aber wichtig, diese Ideen und die Ergebnisse Eurer gemeinsamen Arbeit zu dokumentieren. Schreibt Euch die Ergebnisse auf: Oder verwendet besser noch die modernen Medien für Mitschnitte. Schon die Aufnahmefunktion Eures Handys kann helfen.

Die zündende Idee kommt vielleicht erst in einigen Wochen oder Monaten, wenn Ihr die Aufnahme wiederentdeckt. Diese Erfahrung habe ich schon häufig bei meinen Bands selber gemacht. Ideen müssen oftmals auch reifen.

4. Der Spaß ist das wichtigste!

Bis zum Auftritt sind nur noch zwei Wochen Zeit. Vieles ist noch unerledigt. So fehlen noch zwei Songs, die unbedingt fertig sein müssen. Die Stimmung wird immer angespannter.

Um solche Situationen erfolgreich zu meistern, dürft Ihr nie den Spaß an der Musik verlieren! Legt die Instrumente beiseite und lenkt Euch kurz ab. Bringt Euch auf andere Gedanken, bevor Ihr wieder weiter macht. Versucht vielleicht dann einfach eine gemeinsame Jam. Oder spielt bereits fertige Songs. Ihr bekommt dann wieder ein Gefühl für Eure Musik und könnt Euch wieder konzentriert und Euch den neuen Ideen wieder widmen. Verkrampfte Situationen bringen nie gute Ergebnisse und halten Euch nur auf.

Ich hoffe, dass nun einer erfolgreichen Probe nichts mehr im Wege steht.

Aber berichtet gern auch über Eure Erfahrungen! Was macht Ihr, um eine erfolgreiche effiziente Probe zu gestalten?

Wir wünschen Euch viel Spaß und hoffen auf Eure Wortmeldungen.

Eurer Johannes (Joschi) Kromer

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